Studie

Was ist die Heroinstudie?

Bei der "Heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger" handelt es sich um eine wissenschaftliche Studie. Es soll erforscht werden, ob die Heroingestützte Behandlung wirksam zur Verbesserung der sozialen und gesundheitlichen Situation schwer heroinabhängiger Menschen beiträgt.

Wer nimmt an dieser Studie teil?

Die Heroinbehandlung richtet sich an zwei unterschiedliche Zielgruppen:
  • behandlungsbedürftige Heroinabhängige, die sich in einer Methadon-Substitution befinden, aber derzeit nicht in ausreichendem Maße von der Behandlung profitieren (Methadon-Substituierte - MS),
  • behandlungsbedürftige Heroinabhängige, die therapeutisch nicht erreicht worden sind oder die Suchttherapien abgebrochen haben und sich seit einiger Zeit in keiner Suchtbehandlung befinden (Nicht-Erreichte - NE).
Was waren wichtige Aufnahmebedingungen?
  • Mindestalter 23 Jahre
  • Heroinabhängigkeit seit mindestens 5 Jahren
  • täglicher intravenöser Heroinkonsum oder fortgesetzter Heroin- oder Kokainkonsum unter der Substitutionsbehandlung
  • Wohnsitz seit mindestens einem Jahr in Hannover oder Region Hannover (ehemals Landkreis)
Eine wichtige Voraussetzung ist die Bereitschaft, am Behandlungsprogramm und den begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen teilzunehmen. Weitere, hier nicht genannte Aufnahmebedingungen setzen eine persönliche Eingangsuntersuchung durch den Prüfarzt voraus.

Wer konnte nicht teilnehmen?
  • Schwangere Frauen oder stillende Mütter
  • inhaftierte Personen
  • DrogenkonsumentInnen, bei denen in nächster Zeit eine Inhaftierung ansteht
Wie wird die Studie in Hannover durchgeführt?

In Hannover wird die Studie in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover, der STEP gGmbH und Prisma e.V. durchgeführt.

Vergabestelle Drogenambulanz:
  • In der Drogenambulanz, Herschelstraße 6, wird unter Aufsicht bis zu dreimal täglich Heroin und Methadon vergeben und injiziert.
Weil es sich um eine wissenschaftliche Studie handelt, gibt es in der Drogenambulanz eine Vielzahl ärztlicher Untersuchungen und Befragungen. Die psychosoziale Begleitung und die dazugehörigen Gruppensitzungen durch Sozialarbeiter sind ebenfalls erwünscht.

Wer bekommt Heroin und wer Methadon?

Von den insgesamt 140 ausgewählten TeilnehmerInnen erhalten 70 Heroin und 70 Methadon. Die Entscheidung, wer Heroin und wer Methadon erhält, erfolgt ausschließlich nach dem Zufallsprinzip.

Die MitarbeiterInnen der Vergabestellen und der psychosozialen Betreuung haben auf die Entscheidung keinen Einfluss!

Die Heroingestützte Behandlung erfolgt zunächst auf zwei Jahre, die Methadonbehandlung für ein Jahr. Nach einem Jahr haben die TeilnehmerInnen der Methadongruppe die Chance, auf frei werdende Plätze in der Heroingruppe nachzurücken.

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